Home » Allgemein » Weiteres Update zu „Ein Hörbuch durch Crowfunding finanzieren“

Vor ca. 6 Wochen hatte ich euch das Projekt von Marcus Bohlander vorgestellt, der die Aufnahme seines Buches „Definition“ als Hörbuch durch Crowdfunding finanzieren will. Ich hatte versprochen, weiter über das Projekt zu berichten. Hier ist also ein weiterer Zwischenbericht.

Stand der Dinge am 18. April:

In der ersten Phase hatte Marcus Bohlander die benötigten 100 Unterstützer erreicht, die sein Projekt für förderungswürdig hielten. Somit ist er in die Finazierungsphase gelangt. Diese Finanzierung läuft noch bis zum 25. April.

Bohlander will 3.500 € durch Crowdfunding zusammen bekommen. Dazu können Unterstützer zwischen Unterstützungssummen von 5 €, 14,99 €, 24,99 € und 79,99 € wählen. Dafür gibt es dann auch gestaffelte Gegenleistungen.

In dieser Phase läuft das Projekt aber nicht so gut. Bisher hat er nur sieben Unterstützer gefunden, die sich mit Summen von 5 € bzw. 14,99 € beteiligen wollen. Da die Finanzierung nur noch eine Woche läuft, ist es unwahrscheinlich, dass er noch genügend Unterstützer bekommt.

Meine Meinung zu diesem Projekt:

Meiner Meinung nach hätten in der ersten Phase mehr Unterstützer angeworben werden müssen.

Bohlander will 3.500 € zusammen bekommen. Wie viele Unterstützer würde er dafür brauchen? Das hängt natürlich davon ab wie viel der Einzelne gibt. Nehmen wir mal an alle würden 5 € geben, dann müssten es 700 sein. Geben dagegen alle 79,99 braucht er nur 44 Unterstützer. Das ist aber unwahrscheinlich. Realistischer ist die Annahme, dass die meisten Fans 5 € oder 14,99 € geben. Das wären im Durchschnitt 10 € pro Unterstützer. Dann braucht er 350 zahlende Fans.

In der ersten Phase hatte Bohlander zwar die erforderlichen 100 Befürworter erreicht aber auch nicht wesentlich mehr. Die Unterstützung in der ersten Phase kostet nichts, außer einen Moment Zeit für die Anmeldung bei Crowdfans. Die allgemeine Lebenserfahrung sagt aber, dass sobald es etwas kostet, die Zahl der Unterstützer sinken wird.

Nun hatte Marcus Bohlander einen zusätzlichen Monat Zeit weitere zahlende Fans anzuwerben. Aber selbst wenn alle Fans aus der ersten Phase mitgemacht hätten, hätte er noch mal ca. 250 Unterstützer anwerben müssen. Das halte ich für eine ausgesprochen unrealistische Idee.

Wie seht ihr das? Bin ich zu pessimistisch? Hätte Marcus Bohlander mehr Zeit haben müssen?

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Schon in frühester Jugend war ich eine notorische Leseratte und das ist auch so geblieben. Ein Bücherblog war da nur die logische Konsequenz :-) Ich habe es aber nicht beim Lesen belassen, sondern schreibe auch selber. Bisher sind einige Kurzgeschichten von mir erschienen. Da ich davon alleine aber nicht leben kann, schreibe ich auch Texte für Andere. Das Spektrum reicht von Content für Webseiten über Texte für Flyer bis zu Broschüren und Handbüchern. Außerdem arbeite ich als Lektorin und übersetze ich aus dem Englischen ins Deutsche. Wenn du also einen Text, ein Lektorat oder eine Übersetzung brauchst, nimm mit mir Kontakt auf: mail@abs-textandmore.com
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