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Mein heutiger Interview-Gast schreibt hauptsächlich im Bereich Krimi und historische Romane.

Guten Tag Bettina Lausen.

Hallo Ann-Bettina Schmitz,
hallo liebe ABS-Lese-Ecke-Fans!

Vor zwei Monaten ist dein historischer Roman „Die Reformatorin von Köln“ erschienen. Das passt ja gut zum Lutherjahr. Ist das Zufall oder hattest du das so geplant?

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Der Erscheinungstermin war geplant, aber diesen Roman hätte ich auch unabhängig vom Reformationsjahr geschrieben.

Wie bist du dazu gekommen, ausgerechnet über die Zeit der Reformation ein Buch zu schreiben?

Mich fasziniert der Mensch Martin Luther und wie standhaft er für seine Überzeugungen eingetreten ist. Vor Jahren hatte ich die Idee einen historischen Roman zur Zeit Luthers zu schreiben, in dem eine junge Frau für ihre Überzeugungen einsteht und von der Inquisition verfolgt wird. Ich habe mich jedoch lange vor den intensiven Recherchen gescheut. Als mir bewusst wurde, dass 2017 das Reformationsjahr ist, wurde mir klar, dass der Roman in diesem Jahr erscheinen sollte und ich habe mich ans Werk begeben.

Um einen historischen Roman zu schreiben, musstest du sicher viel recherchieren. Wo hast du die Informationen über diese Zeit her bekommen?

Ich habe ein Jahr recherchiert und die unterschiedlichsten Quellen herangezogen. Ich habe sehr viel Fachliteratur und auch wissenschaftliche Abhandlungen gelesen, habe Museen und die Städte Köln und Wittenberg besucht, habe mir mittelalterliche Stadtpläne besorgt und an Stadtführungen teilgenommen. Mit der Zeit hat sich für mich ein umfassendes Bild der Zeit des 16. Jahrhunderts ergeben und mir sind viele Ideen für meinen Roman gekommen – wie z. B. historische Persönlichkeiten, die ich in dem Roman auftreten lasse.

2014 hast du den Sauerlandkrimi „Das vermisste Mädchen“ herausgebracht. Erzähl uns doch etwas darüber.

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Der Krimi spielt in meiner früheren Heimatstadt Menden und ist für mich als mein erster veröffentlichter Roman etwas ganz Besonderes. In dem Krimi bittet die Familie afrikanischer Immigranten, deren siebenjährige Tochter verschwunden ist, die junge Detektivin Helena Briest um Hilfe. Diese stürzt sich voller Elan in ihren ersten Fall, kommt dabei mit der Polizei in Konflikt, macht sich Feinde und wird mit ihrer eigenen düsteren Vergangenheit konfrontiert. Immer tiefer wird sie in den bedrückenden Fall um grausame Rituale, Rechtsradikalismus und skrupellose Machenschaften hineingezogen.

Außerdem sind Kurzgeschichten von dir in verschiedenen Anthologien erschienen. Die scheinen aus allen möglichen Genres zu stammen. Machst du das als Abwechslung zum Romaneschreiben?

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Ja, die Kurzgeschichten dienen als Abwechslung zu meinen Romanen aber vor allem als Übungs- & Experimentierfeld. Beim Schreiben von Kurzgeschichten kann ich neue Techniken ausprobieren, über die unterschiedlichsten Themen schreiben und herausfinden, welche Genres mir liegen. Daher sind sie inhaltlich und strukturell sehr unterschiedlich. Zurzeit habe ich z. B. die Du-Perspektive für mich entdeckt. Im Mai wird zudem eine weitere Kurzgeschichte von mir veröffentlicht – und zwar in der Anthologie „Tschüssikowski“. Die Geschichte heißt „Der Dreck von Auschwitz“ und handelt von einem unglücklichen Wiedersehen nach dem Zweiten Weltkrieg.

Was liest du selber gerne? Hast du ein Lieblingsgenre?

Ich lese viel und die unterschiedlichsten Genres – vor allem aber historische Romane, Krimis und Thriller. Diese Genres sind aufgrund meiner eigenen Veröffentlichungen sicherlich nicht überraschend. Neben dem Lesespaß ist es für mich wichtig, einen Überblick über den Literaturmarkt zu bekommen. Außerdem sollte sich ein Autor immer weiterentwickeln und das geht nur, wenn man viel liest.

Was sagt deine Familie zu deiner Autorentätigkeit?

Ich bekomme sehr unterschiedliche Reaktionen. Einige sind begeistert (z. B. meine Eltern, denen ich sehr für ihr Engagement danke), andere interessieren sich nicht dafür. Ich habe gelernt, das zu akzeptieren. Ich schreibe nicht für meine Familie, sondern für meine Leser.

Hast du noch andere Hobbys?

Ja, ich gehe gerne wandern und spiele Handball.

Schreibst du schon an einem neuen Roman?

Ein neuer historischer Roman ist bereits durchgeplant und steht in den Startlöchern.

Möchtest du den Leser*innen sonst noch etwas erzählen?

Erst mal möchte ich meinen Leser*innen danken! Ohne sie wären wir Autoren nichts. Ich schreibe für die Leser*innen und hoffe, ihnen ein großes Lesevergnügen zu bescheren. Daher sind Leserrückmeldungen und Diskussionen mit ihnen für mich sehr wichtig. Zurzeit mache ich z. B. eine Leserunde auf der Internetplattform lovelybooks. Ich lade alle Leser*innen bei Fragen und Anregungen dazu ein, mit mir Kontakt aufzunehmen. Wer möchte, findet mich bei Facebook, Twitter oder natürlich auf meiner Homepage www.bettinalausen.de.

Vielen Dank für das Interview Bettina Lausen. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg als Autorin.

Danke! Und vielen Dank für das angenehme Interview. Ich wünsche dir und den Blogleser*innen noch einen schönen Tag und vergnügliche Lesestunden.

About

Schon in frühester Jugend war ich eine notorische Leseratte und das ist auch so geblieben. Ein Bücherblog war da nur die logische Konsequenz :-) Ich habe es aber nicht beim Lesen belassen, sondern schreibe auch selber. Bisher sind einige Kurzgeschichten von mir erschienen. Da ich davon alleine aber nicht leben kann, schreibe ich auch Texte für Andere. Das Spektrum reicht von Content für Webseiten über Texte für Flyer bis zu Broschüren und Handbüchern. Außerdem arbeite ich als Lektorin und übersetze ich aus dem Englischen ins Deutsche. Wenn du also einen Text, ein Lektorat oder eine Übersetzung brauchst, nimm mit mir Kontakt auf: mail@abs-textandmore.com
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