Home » Rezensionen » Rezension: „Machtspiele: Aus dem Tagebuch eines Scheidungsrichters“ von Rudolf Berger

Machtspiele

Titel: Machtspiele: Aus dem Tagebuch eines Scheidungsrichters
Autor: Rudolf Berger
Gerichtsroman, eBook, 205 Seiten

Der Autor: Über den Autor ist mir nur bekannt, dass er in Österreich als Familien-Richter arbeitet.

Das Buch: Das Buch beruht auf wahren Begebenheiten.

Dr. Josef Brandis ist ein gutverdienender Bankmanager, mit Sandra verheiratet und hat drei Kinder. Die Familie Brandis wird von allen beneidet. Doch hinter der schönen Fassade sieht es ganz anders aus: Demütigungen, sexuelle Gewalt, Alkohol und Tätlichkeiten. Dann hat Sandra genug davon. Mit Unterstützung ihrer besten Freundin will sie sich aus dieser Ehe befreien. Damit beginnt der Scheidungskrieg. Selbstverständlich hat Josef Brandis einen Top-Anwalt. Wird sich Sandra mit Hilfe ihres Anwalts gegen die Machenschaften ihres Mannes wehren können?

Das Buch ist eine Mischung aus Beschreibung der Vorgeschichte und dem Tagebuch des zuständigen Scheidungsrichters. Damit hat der Leser dem Richter gegenüber einen Vorteil: Er weiß, was wirklich vorgefallen ist.

Der Hauptteil des Buches behandelt die Gerichtsverhandlungen. Hier wird deutlich, dass der Ausgang des Prozesses wesentlich vom Geschick der beteiligten Anwälte abhängt. Damit ist nicht nur die Kenntnis der  Gesetze gemeint, sondern auch taktische Tricks. Es ist ausgesprochen spannend, aber auch erschreckend, zu sehen, mit welchen Tricks und Kniffen Tatsachen umgedeutet, Zeugen beeinflusst oder unglaubwürdig gemacht werden.

Die Geschichte ist so lebendig geschrieben, dass man das Gefühl hat, mit im Gerichtssaal zu sitzen. Die Motive und Reaktionen aller Beteiligten, auch der Kinder, werden überzeugend dargestellt.

Ich kann dieses Buch allen als spannende und hochinteressante Lektüre empfehlen. Sicher werden Einzelheiten des Ablaufs in Deutschland anders sein als in Österreich, die prinzipiellen Probleme sind aber sicher die gleichen.

About

Schon in frühester Jugend war ich eine notorische Leseratte und das ist auch so geblieben. Ein Bücherblog war da nur die logische Konsequenz :-) Ich habe es aber nicht beim Lesen belassen, sondern schreibe auch selber. Bisher sind einige Kurzgeschichten von mir erschienen. Da ich davon alleine aber nicht leben kann, schreibe ich auch Texte für Andere. Das Spektrum reicht von Content für Webseiten über Texte für Flyer bis zu Broschüren und Handbüchern. Außerdem arbeite ich als Lektorin und übersetze ich aus dem Englischen ins Deutsche. Wenn du also einen Text, ein Lektorat oder eine Übersetzung brauchst, nimm mit mir Kontakt auf: mail@abs-textandmore.com

4 Replies to “Rezension: „Machtspiele: Aus dem Tagebuch eines Scheidungsrichters“ von Rudolf Berger”

  1. Sabienes sagt:

    Mein Vater hat immer gesagt: „Recht zu haben und Recht zu kriegen ist zweierlei.“ Und ich musste im Laufe der Zeit feststellen, dass es leider stimmt.
    Das Buch werde ich mir mal merken, danke für den Tipp!
    LG
    Sabienes

    1. Hallo Sabienes,
      ich fürchte, da hatte dein Vater nur zu sehr Recht 🙁
      Ein schönes Wochenende
      Ann-Bettina

  2. Karin sagt:

    Sicherlich ein spannendes Thema… und ja es kommt sicherlich auf den Anwalt an, ob man das Recht bekommt, welches einen zusteht. Leider.
    lg

    1. Hallo Karin,
      ich fand es schon erschreckend, mit welchen Tricks da gearbeitet wird. Aber zum Lesen – ausgesprochen spannend 🙂
      Viele Grüße
      Ann-Bettina

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