Home » Allgemein » Rezension: „Mami, ist das vegan?“ von Jumana Mattukat

Titel: Mami, ist das vegan?
Autorin: Jumana Mattukat
Sachbuch, TB, weltinnenraum.de, 165 Seiten + Anhang
vorgestellt von: Ann-Bettina Schmitz

Die Autorin: Jumana Mattukat ist verheiratet und Mutter zweier Kinder. Sie arbeitet als Moderatorin, Beraterin und Autorin.

Das Buch: „Mami, ist das vegan?“ ist der Erfahrungsbericht einer Mutter und Ehefrau, die beschließt, ab sofort vegan zu leben. Aber was ist mit der Familie. Machen die mit? Kann man Kinder überhaupt gesund vegan ernähren?

„Mami, ist das vegan?“ ist in Form eines Tagebuchs geschrieben. Zu Beginn erzählt Jumama Mattukat wie sie durch das Mitleid mit Tieren dazu gekommen ist, vegan leben zu wollen. Anschließend begleiten wir sie durch die Phase der Zweifel und Probleme. Wie ersetzt man Ei und womit Milch? Werden ihre Kinder das ungewohnte Essen mögen? Wird ihr Mann mitmachen oder rebellieren? Kann man Kinder wirklich vegan gesund ernähren?

Tag für Tag erleben wir Jumanas Kampf gegen unvollständige Auszeichnung von Lebensmitteln und ihre Probleme bei der Beschaffung veganer Ersatzstoffe. Sie teilt ihre Zweifel, wie wohl ihre Familie und Freunde reagieren werden, wenn sie ihnen sagt, dass sie vegan lebt.

Es ist aber nicht nur problematisch. Bei vielen Gelegenheiten erweisen sich die Probleme als geringer als gedacht. Jumana merkt, dass die meisten ihre vegane Lebensweise akzeptieren, wenn sie sie vielleicht auch nicht verstehen.

Im Verlauf ihrer Umstellung von der Vegetarierin zur Veganerin merkt Mattukat, dass Essen für uns viel mehr ist als reine Nahrungsaufnahme. Es geht auch um Geselligkeit und Zusammengehörigkeitsgefühle. Das wird besonders schwierig, da ihr Mann und anfangs auch ihre Kinder, die vegane Lebensweise nicht mitmachen wollen.

Das Buch lässt sich sehr gut lesen, da Mattukat so schreibt, wie sie es einer Freundin erzählen würde. Natürlich scheint ein gewisser missionarischer Eifer durch. Wozu hätte sie sonst das Buch geschrieben? Er ist aber nicht so penetrant, dass man als Nicht-Veganer abgestoßen würde.

Im Gegenteil – ich denke dieses Buch ist auch für Leser/innen interessant, die nicht gleich Veganer werden wollen. Ihre Erfahrungen bei der Umstellung ihrer Lebensweise lässt sich durchaus auch auf andere Lebensbereiche übertragen.

Zusätzlich zum eigentlichen Erfahrungsbericht sind in Mattukats Buch eine Reihe von veganen Rezepten enthalten. Außerdem gibt es im Anhang eine Vielzahl von Internetadressen zur weiteren Information und zur Bestellung veganer Lebensmittel.

Hier gibt es noch einen witzigen Trailer zum Buch

Das Buch könnt ihr hier bestellen.

„Mami, ist das vegan?“ wurde mir für die Rezension von „Blogg dein Buch“ zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

About

Schon in frühester Jugend war ich eine notorische Leseratte und das ist auch so geblieben. Ein Bücherblog war da nur die logische Konsequenz :-)
Ich habe es aber nicht beim Lesen belassen, sondern schreibe auch selber. Bisher sind einige Kurzgeschichten von mir erschienen.
Da ich davon alleine aber nicht leben kann, schreibe ich auch Texte für Andere. Das Spektrum reicht von Content für Webseiten über Texte für Flyer bis zu Broschüren und Handbüchern. Außerdem arbeite ich als Lektorin und übersetze ich aus dem Englischen ins Deutsche. Wenn du also einen Text, ein Lektorat oder eine Übersetzung brauchst, nimm mit mir Kontakt auf: mail@abs-textandmore.com

4 Replies to “Rezension: „Mami, ist das vegan?“ von Jumana Mattukat”

  1. Es gibt sicher sehr gute Gründe dafür vegetarisch oder sogar vegan zu leben. Das hat vor allem etwas mit Konsequenz zu tun. Ich finde es (auch bei mir) immer wieder interessant, was der Mensch alles zu begreifen in der Lage ist und dann in seinem Alltag doch jeder Erkenntnis zuwider handelt. Ich kann Tierquälerei nicht ab, ich finde es irre, wie negativ sich unser exzessiver Fleischkonsum auf die Umwelt und die Lebenschancen anderer, weniger privilegierter Völker auswirkt. Ich habe meinen Fleischkonsum bewusst reduziert. Ich esse z.B. fast keinen Aufschnitt mehr. Aber auf Fleisch zu verzichten käme für mich nicht infrage. Ich liebe ein schönes Steak oder einen guten Braten mit Gemüse, Soße. Das volle Programm. Aber ich weiß, dass mein Verhalten (auch für meine Gesundheit übrigens) durchaus problematische Aspekte hat. Das meine ich. Wir sind inkonsequent, denn wir wissen genau, das wir Fehler machen. Warum sollte das bei der Ernährung anders sein als bei anderen Alltagsdingen?

    1. Hallo Horst,
      da hast du sicher Recht – Inkonsequenz dein Name ist Mensch. Ich bin (fast) Vegetarierin. Dabei ist es bei mir umgekehrt 🙂 Auf den Braten lege ich keinen Wert, aber Aufschnitt sollte schon ab und zu sein. Vegan ist mir echt zu heftig. Ein bisschen Spaß möchte ich beim Essen schon noch haben.
      Viele Grüße
      Ann-Bettina

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