Home » Interviews » Interview mit der Autorin Beate Geng

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Heute habe ich wieder eine Autorin zu Gast, die hauptsächlich Kinderbücher schreibt.

Guten Tag Beate Geng.

Du nennst deine Kinderbücher »Mutmacher-Bücher«. Hältst Du Kinder für so verängstigt, dass sie einen Mutmacher brauchen?

Hallo Ann-Bettina, ich habe nur ein Buch, welches ich Mutmacher nenne, das ist Mombel der Mutmacher. Nein ich halte nicht alle Kinder für verängstigt, aber Mut und Selbstvertrauen sind doch auch für Kinder sehr wichtig. Ich habe drei Kinder, zwei davon sind schon erwachsen, und auch wenn sie nie ängstliche Kinder waren, gab es immer Dinge, die sie sich nicht zugetraut haben. Ich glaube, das hat jedes Kind.

In deinem neuesten Buch »Piku – der zauberhafte Eisbär« ist der Protagonist ein blauer Eisbär im Schwarzwald. Das ist ja eine echt schräge Zusammenstellung. Wie bist du darauf gekommen?

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Ich hatte per Zufall ein Bild entdeckt von einem lila Eisbär, der hatte viele Sterne und Punkte auf seinem Fell. Dann dachte ich mir, da kannst du eine schöne Geschichte darüber schreiben. Der Rest kam dann während des Schreibens. Meine jüngere Tochter hat mir dann einen Eisbär gezeichnet und auch die anderen Tiere, die mitspielen in dieser Geschichte. Und ich habe direkt in diesen Eisbären verliebt.

Dein erstes Kinderbuch war »Mombel – das Mutmachergespenst«. Um was geht es in diesem Buch?

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Im Prinzip ist Mombel nicht einfach nur ein Gespenst, sondern die innere positive Stimme eines Menschen. Mombel wurde von dem Namen Mombert abgeleitet, was so viel bedeutet wie Geist/Wille. Er soll dazu motivieren, nicht immer nur die schlechten Gedanken wie „Ich kann das nicht“ siegen zu lassen. Denn wenn man an sich glaubt und es wirklich will, kann man doch recht viel erreichen im Leben.

Zu »Mombel« gibt es auch ein Ausmalbuch und eine echt hübsche Taschenlampe. Verkauft sich so etwas?

Das Ausmalbuch entstand eigentlich, weil diese Ausgabe im Preis günstiger ist als das Hardcover. Es ist eine Heftbindung. Diese Mutmachertaschenlampe ist nicht von mir. Es war eine Idee der Firma Mawi-Spiele. Diese Firma beliefert hauptsächlich Kindergärten und jedes Jahr gibt es ein besonderes Spielzeug. Diesmal war es eine Mutmachertaschenlampe. Weil dem Chef der Firma Mawi-Spiele Mombel so gut gefiel, fragte er mich, ob der Mombel da mit drauf darf, denn es gibt insgesamt 6 Motive zum Wechseln. Ich habe dafür dann Mutmachgeschichten geschrieben, welche die Kinder sich über die Homepage der Firma Mawi-Spiele downloaden können. Mit dieser Taschenlampe verdiene ich nichts, ich fand es einfach eine tolle Sache, und wenn jemand den Mombel direkt bei mir kauft, bekommt er eine Mutmachertaschenlampe von mir kostenlos dazu.

»Mombel« hast du ursprünglich geschrieben, um deinen Sohn zum Lesen zu animieren. Hat das funktioniert?

Ja, das hat funktioniert. Noch bevor es diese Geschichte als Buch gab, habe ich sie ihm ausgedruckt hingelegt und gefragt, was er von dieser Geschichte hält. Er sagte, ich solle ihm dieses Buch kaufen, er findet den Mombel toll und er will auch einen Mombel haben. Ich habe die Geschichte extra nicht so lange gemacht und in großer Schrift, damit es gerade Leseanfänger einfacher haben. Inzwischen liest er die dicken Bände vom magischen Baumhaus oder auch Greg’s Tagebücher.

Du hast das Buch bei epubli herausgebracht? Warum dort und nicht bei Amazon?

Ich wollte, dass es Mombel NICHT nur bei Amazon gibt. Damals entschied ich mich für epubli, weil es als Selfpublisher sehr einfach zu handhaben war. Heute weiß ich, dass diese Entscheidung nicht die Beste war. Denn epubli verlangt sowohl im hauseigenen Shop als auch über Amazon hohe Versandkosten. Und kaum ein Buchhändler wird sich dann das Buch bestellen. Deshalb verkaufe ich Mombel über meine Homepage selbst, portofrei.
Mombel wird in den nächsten Wochen mit farbigen Bildern ausgestattet wie beim eBook und findet sein Zuhause dann beim Verlag telegonos-publishing wie Piku auch.

Außer den Kinderbüchern hast du auch ein Buch mit Gedichten mit dem Titel »Genieße dein Glück« veröffentlicht. Neben den Gedichten findet man dort auch Fotos. Hast du die selber gemacht?

Ja, das sind Fotos aus der privaten Sammlung. Im Prinzip war dieses Büchlein ein Test, wie es funktioniert, ein Buch selbst zu veröffentlichen. Es ist mir gar nicht so wichtig, dass es viel verkauft wird. Ich verschenke es sehr oft zu verschiedenen Anlässen.

Was liest du selber gerne?

Wenn ich lese, muss es spannend sein, sonst lege ich das Buch nach der zehnten Seite aus der Hand. Ich bin ein großer Fan von Joy Fielding und Sandra Brown. Und ich lese unheimlich gerne alle Bücher von Amelie Fried.

Zusätzlich zu deiner Homepage betreibst du noch eine Seite »Geschenkbuchkiste«. Das scheint eine reine Bücher-Werbeseite zu sein. Stimmt das? Oder was ist das Konzept dieser Seite?

Eigentlich entstand die Seite Geschenkbuch-Kiste für meine eigenen Bücher. Dann entwickelte es sich so, dass man auch Bücher anderer Autoren vorstellte, um sich gegenseitig zu unterstützen. So entwickelte sich eine Seite, die immer mehr wächst und immer mehr an Bekanntheit gewinnt. Inzwischen habe ich viele Autoren, die meine Unterstützung zur Bewerbung ihrer Werke gerne in Anspruch nehmen. Für meine eigenen Bücher habe ich zwar nicht mehr so viel Zeit, aber es macht mir wahnsinnig Spaß, dies alles noch mehr auszubauen und natürlich begeistert es mich, was ich geschaffen habe und das alles so gut klappt.

Du bietest auf der Seite »Geschenkbuchkiste« auch Autoren deine Dienste als Grafikerin an. Die Beschreibung klingt ja sehr unkompliziert. Ist das wirklich so einfach, ein Cover zu entwerfen?

Also wenn man das richtige Programm hat, ist es nicht schwierig ein Cover zu entwerfen, was nicht heißen soll, dass es nicht zeitaufwändig ist. Ich tue das im Prinzip für Selfpublisher oder Kleinverlage, die sich nicht immer ein teures Cover leisten können. Ich sage ja auch klar dazu, dass ich „keine“ gelernte Grafikerin bin. Klar man muss kreativ sein und man entwickelt sich natürlich auch hier immer weiter. Wer ein richtig professionelles Cover will, muss zum Teil eben richtig viel Geld hinlegen und das kann nicht jeder und da auch nicht jeder Autor sich ein Cover selbst gestalten kann, habe ich die Cover-Kiste ins Leben gerufen.
Die Aufträge bestätigen, dass dies sehr gerne angenommen wird. Und das ist was mich an der Geschenkbuch-Kiste wie auch an der Cover-Kiste begeistert. Ich habe so viel in einem Jahr gelernt und umgesetzt. Täglich lerne ich etwas Neues dazu und es entwickelt sich immer weiter, deshalb liebe ich meine Arbeit so.

Vielen Dank für das Interview, Beate Geng. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg mit deinen Projekten.

Vielen Dank Ann-Bettina, ich freue mich sehr, dass ich dabei sein durfte. Ich wünsche Dir auch weiterhin viel Erfolg mit deinem Blog.

About

Schon in frühester Jugend war ich eine notorische Leseratte und das ist auch so geblieben. Ein Bücherblog war da nur die logische Konsequenz :-) Neben meiner Autorentätigkeit schreibe ich auch Texte für Andere. Das Spektrum reicht von Content für Webseiten über Texte für Flyer bis zu Broschüren und Handbüchern. Außerdem übersetze ich von Englisch nach Deutsch.

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