Rezension: „Der Bote“ von Ingar Johnsrud

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Titel: Der Bote
Autor: Ingar Johnsrud
Übersetzerin: Daniela Stilzebach
Thriller, TB 542 Seiten, auch als eBook erhältlich, Verlag Blanvalet

Der Autor: Der norwegische Autor Ingar Johnsrud ist Journalist und arbeitet 15 Jahre bei einem großen norwegischen Medienunternehmen. „Der Bote“ ist der zweite Band seiner Thriller-Reihe um den Osloer Ermittler Frederik Beier. Band 1 „Der Hirte“ war international ein großer Erfolg.

Das Buch: In einem Vorort Oslos, in dem die Reichen und Schönen wohnen, wird in einer Villa eine männliche Leiche gefunden. Die Villa gehört einer alten Witwe, die laut Melderegister dort auch leben sollte. Allerdings fehlt von ihr jede Spur. Dagegen stellt sich heraus, dass die gefundene Leiche ihr Sohn ist. Dieser ist aber eigentlich schon vor zwanzig Jahren bei einem Militäreinsatz ums Leben gekommen. Kurze Zeit später wird am anderen Ende der Stadt, in einem Abwasserschacht eine zweite Leiche gefunden. Auch bei ihr handelt es sich um einen Mann. Diese Leiche weist aber Spuren schwerer Folter auf. Hauptkommissar Frederik Beier glaubt, dass diese beiden Fälle zusammenhängen. Aber anscheinend will jemand verhindern, dass sie aufgeklärt werden. Es verschwinden Beweismittel, Akten sind plötzlich gesperrt …

Das Buch macht den Leser*innen von Anfang an das Leben schwer. Es wird von einem Anfang eines Handlungsstrangs zum nächsten gesprungen, ohne dass der Leser wüsste, wie diese zusammenhängen.

Frederik Beier ist ein Ermittler, wie wir ihn mittlerweile bis zum Erbrechen vorgesetzt bekommen haben: Missbrauch von Drogen und Alkohol, kaputte Beziehungen und unverständliche Alleingänge. Dazu eine Kollegin, die ihn liebt, und versucht seine Ausfälle auszugleichen. Mehr Klischee geht kaum.

Beide sind wahre Übermenschen – sowohl körperlich als auch seelisch. Diese total unrealistischen Protagonisten lassen den Leser*innen keine Chance, sich mit ihnen zu identifizieren.

Ich habe das Buch dann irgendwann abgebrochen. Warum Band 1 dieser Autor so gehypt wird, ist mir absolut unverständlich.

Das Buch wurde mir für diese Rezension vom Verlag zur Verfügung gestellt. Das hat meine Meinung dazu aber nicht beeinflusst.

Auf das Buch bezogene Werbung:
Verlagshomepage: https://www.randomhouse.de/Verlag/Blanvalet/1000.rhd